Quantcast

authentisch |

Tango

Der Tango, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, wurde in Buenos Aires geboren. Es ist eine musikalische Gattung und ein populärer Tanz, der die Welt mit seinen Melodien, seinen Texten, seinem Tanz und seiner Poesie erorbert hat. Die Essenz des Tango ist zu erklären aus der Fusion des Lebens in der Stadt un in den Vororten - arrabales -, in denen die Wurzeln dieser Musikgattung liegen. Seine Anfänge sind im historischen Prozeß der massiven, insbesondere europäischen Einwanderung zu suchen, die den Städten am Río de la Plata, darunter vor allem Buenos Aires, in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, ein neues kulturelles Leben gab. In Buenos Aires kann man unzählige Orte mit live Orchestern und Tänzern finden. Viele bieten außerdem Abendessen mit bester argentinischer und internationaler Gastronomie.

Es gibt keinen anderen Tanz wie den Tango, der zwei Menschen so intim, emotionell und körperlich verbindet. Der Grund dafür sind die drei Grundbestandteile des Tanzes: die Umarmung, eine langsame Schrittweise und die Improvisation. Das entscheidende aber ist die tiefegehende Körpersprache, mit der getanzt wird und dieunaufhörlich Emotionen vermittelt. 

Die Orte, an denen Tango getanzt wird, sind die Milongas. Invielen gibt es Unterricht, der von spezialisierten Lehrern und Lehrerinnen gegeben wird, bevor der eigentliche Tanz beginnt. Außerdem kann man in vielen Kulturzentren Unterricht nehmen. Der dauert zwischen einer und zwei Stunden. Man sollte im Idealfall vier oder fünfmal zum Unterricht gehen, um die acht Grundschritte zu beherrschen.

Der Tango ist bekannt für die Themen seiner Texte, die aus einer metapherreichen Sprache und dem Jargon der Stadt Buenos Aires, lunfardo genannt, bestehen. Die enttäuschte Liebe ist ein beiliebtesThema, das die tiefe Innerlichkeit und Emotion eines Mannes mit Liebeskummer zum Ausdruck bringt. 

Die sexuelle Lust, die dem Tango latent eigen ist, ist aus der schwierigen Lage Millionen einsamer Gastarbeiter, für die die Bordelle ihre offensichtliche Einsamkeit noch betonten, zu erklären. Das melancholische Nachsinnen über die verlorene Zeit ist ein ganz besonderes Merkmal der Tangotexte, in denen eine beklemmende Sicht auf die zerstörerische Wirkung der Zeit auf Beziehungen, Dinge und das Leben selbst, zum Ausdruck kommt.